Die Unternehmensarchitektur ist das Bindeglied zwischen den technischen Systemen, den Bedürfnissen und Wünschen der Auftraggebenden und Kunden sowie den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Das IT-Verständnis hilft den beteiligten Stakeholdern, ihre Arbeit und Entscheide einzuordnen und aus verschiedenen Blickwinkeln zu erwägen. Gleichzeitig hilft das Verständnis des Zusammenspiels, Doppelspurigkeiten zu reduzieren und unnötige Komplexität zu vermeiden.
Die Unternehmensarchitektur entwickelt Konzepte für die Weiterentwicklung der Plattform und der JAA. Zudem liefert sie Erklärungen für die Steuerungsgremien und Verantwortlichen zur Einordnung von technischen Entwicklungen und Zusammenhängen.
Um langfristig die Standardisierung der Daten in der Strafjustiz zu erreichen, arbeitet die Unternehmensarchitektur im Ausschuss SICAP (Standards informatiques pour la chaîne pénale/Informatikstandards für die Strafverfolgungskette) mit. Sie unterstützt zudem Initiativen zur Übertragung von strukturierten und standardisierten Daten.
Die Unternehmensarchitektur leistete im Rahmen der vom Bundesamt für Justiz eingesetzten Begleitgruppe ihren Beitrag bei der Erarbeitung der Verordnung zum BEKJ. Die relevanten technischen Erkenntnisse aus dem Pilotbetrieb der Plattform konnten eingebracht werden.
Die Unternehmensarchitektur ist für die internen IT-Tools und -Systeme verantwortlich, die dem Projektteam ein effizientes Arbeiten erlauben. Mit dem Wechsel der Büroräumlichkeiten gingen der Aufbau eines eigenen (kleinen) Netzwerkes, die Beschaffung von IT-Ausrüstung für die Büros sowie Sitzungszimmer und die Lösung von IT-Fragen einher. Der neu rekrutierte Service-Manager kann bei internen IT-Problemen schnell und unbürokratisch helfen.
Der Aufbau der Plattform wird unter Berücksichtigung der Vorgaben aus der Verordnung zum BEKJ abgeschlossen werden. Ein Fokus liegt auf der Einführung und Validierung der Siegel bei Justizbehörden. Zudem steht das technisch korrekte Handling von Dateiformaten, welche über die gängigen PDF-Dateien hinausgehen, im Vordergrund.
Es gilt, die Anbindung der Bundesbehörden an die Plattform justitia.swiss zu klären und deren Abgrenzung von der Verwaltungsplattform des Bundes und der Kantone für nicht-strittige Verfahren zu definieren.
Die internen IT-Tools Confluence und Jira werden abgelöst, da das bisherige Hostingmodell nicht weiter angeboten wird.
Franz Achermann, Unternehmensarchitekt